Geposted von Maxellent,
Eintracht Spandau gewinnt den Spring Split der Techniker Prime League und kürt sich zum ersten Mal in seiner Geschichte zum Meister der DACH-Region. Die Spandauer setzten sich im Endspiel am Freitagabend gegen SK Gaming Prime durch.


Der Jubel in der Spandauer Altstadt kannte in der Nacht zum Samstag keine Grenzen, als die Spieler von Eintracht Spandau sich den Weg zum Studio der TK Prime League bahnten, um sich die verdiente Trophäe abzuholen. Ihren sensationellen Lower-Bracket-Run krönten Tristan 'PowerOfEvil' Schrage und Co. am Freitag mit einem 3:1-Triumph über SK Gaming Prime.



Mit Comeback zum Titel



Dabei war die Eintracht zunächst sogar in Rückstand geraten. Spiel eins gegen den Titelverteidiger aus Köln war ein kompliziertes, weil der Herausforderer im Late-Game kein Mittel gegen die Carry-Kombination aus Matus 'Neon' Jakubcik und Dimitri 'Diplex' Ponomarev auf Jinx und Taliyah fand. Am Ende des Games konnte der LEC-erfahrene AD-Carry sogar einen Pentakill zum 1:0 verbuchen.



Doch Eintracht Spandau bewies wie schon zuvor in den Playoffs Moral und Klasse. Das zweite Spiel der Series dominierte der Berliner Bezirksclub von Beginn an, weil Nikolay 'Zanzarah' Akatov und Philipp Samuel 'Lilipp' Englert gemeinsam mit PowerOfEvil blitzschnell über die Karte rotierten und immer wieder gute Plays fanden. Der Ausgleich war die logische Konsequenz.

In Game drei glänzten die Spandauer schließlich mit Scaling und rangen den Gegner durch den hohen Schaden von Johannes 'Funk3y' Werners Smolder nieder. Der Bot-Laner war gemeinsam mit seinem Kapitän PowerOfEvil (Taliyah) auch einer der Helden des letzten Spiels, in dem er mit Kai'Sa stark aufspielte. SK Gaming Prime befand sich lange auf der Siegerstraße, doch es gelang den Kölnern letztlich nicht, die entscheidenden Fights zu gewinnen. Statt 2:2 stand bei Nexus-Explosion das 3:1 und damit der erste Spandauer Titel überhaupt.

Die MVP-Auszeichnung für das Finale ging an EINS-Supporter Lilipp, der durch die Bank weg eine überragende Series spielte und seine Carrys überhaupt erst ins Spiel brachte.





Beeindruckender Run durchs Lower Bracket



Der sensationelle Triumph markiert zudem einen Rekord: Nie zuvor schaffte es ein Team nach Platz fünf in der Regular Season, den PRM-Titel zu holen. Der Spandauer Playoff-Erfolgslauf sucht daher seinesgleichen: Zunächst bezwang die Eintracht den zweifachen Meister Unicorns of Love Sexy Edition in einer engen Series mit 3:2, ehe sie die Shooting Stars von Austrian Force willhaben mit 3:0 eindrucksvoll in die Schranken wies.



Im Lower-Bracket-Finale kam es dann zum hart umkämpften Duell mit dem anderen Fanfavoriten NNO Prime. Mit 0:2 schienen die Spandauer bereits geschlagen, doch ein unglaubliches Comeback brachte sie schließlich zum 3:2-Sieg und damit ins Finale. Der Rest ist Geschichte.

Nächstes Ziel: Europapokal



Nach den starken Best-of-Fives warten auf die Eintracht bald jedoch wieder Best-of-Ones, wenn es in die Gruppenphase der EMEA Masters Spring 2024 geht. Auch SK Gaming Prime steht in der Endrunde des Europapokals, landet als Zweitplatzierter der TK Prime League allerdings in Lostopf drei, was für eine schwere Gruppe sorgen könnte. Eintracht Spandau kann sich als Team im ersten Lostopf auf vermeintlich leichtere Gegner einstellen.

Die Endrunde der EMEA Masters beginnt bereits am 19. April. Zuvor werden vom 15. bis zum 17. April die Play-ins ausgespielt, allerdings ohne Beteiligung eines DACH-Teams. Auch die EMEA Masters könnt ihr ab der Gruppenphase live auf den Kanälen der TK Prime League verfolgen, genauer gesagt auf Twitch und YouTube.

  • Maxellent
    Maxellent

    Maxellent

    Max E.
    Staff
    • Kontakt:
    • Ort:
      Twitter: @MaxellentME, de

Kommentare